Sonntag, 26. Februar 2017

CDU-Politiker für Geschlechterquote bei Flüchtlingen – Zu viele Männer „gefährden friedliches Zusammenleben“

Kurz notiert!
Wie sich die Zeiten und Forderungen ändern! Was vor kurzem noch als absolutes Tabuthema galt, ist heute ein heiß diskutierter Vorschlag aus den Reihen der CDU.

⚠ Geschlechterquote für Flüchtlinge ab 2018?
Der Berliner CDU-Abgeordnete Kai Wegner hat eine Geschlechterquote für Flüchtlinge vorgeschlagen und damit Proteste ausgelöst. „Ein Überschuss an Männern kann eine Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen(!)“, heißt es in einem am Freitag (24. Feb. 2017) veröffentlichten Positionspapier Wegners. „Wenn das Geschlechterverhältnis aus der Balance gerät, gefährdet dies das friedliche Zusammenleben!...

Wenn eine große Zahl von Männern partnerlos ist, könne dies zu Frustration und zu aggressivem Verhalten führen, schrieb Wegner. „Dieses Phänomen und die zugrundeliegenden Mechanismen sind aus Ländern wie China oder Indien, in denen es einen Männerüberschuss gibt, bekannt.“ (Das Problem wird heute schon sichtbar, Belästigungen von Frauen und Vergewaltigungen nehmen scheinbar in den letzten Jahren zu!)

Wegners Vorschlag
Konkret schlug Wegner vor, ab Anfang 2018 monatlich ermitteln zu lassen, wie viele erwachsene Männer und Frauen als Schutzsuchende nach Deutschland eingewandert sind. Würde nach dem Monat Januar festgestellt, dass die Zahl der aufgenommenen Männer die Zahl der Frauen übersteigt, sollten bis auf weiteres allein reisende Männer an der Grenze abgewiesen werden. Bis das Geschlechterverhältnis wieder ausgeglichen sei, sollten dann nur noch Frauen, Kinder und Paare einreisen dürfen. (Wie der jetzige Stand des Männerüberschusses ausgeglichen werden kann, bleibt derzeit noch offen.)

Kritik erntete Wegner -wie zu erwarten- vor allem von den Grünen.
Den Familiennachzug zulassen. Würde auch helfen“, schrieb die Bundestagsabgeordnete Renate Künast im Kurznachrichtendienst Twitter. Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) erwiderte auf Twitter auf Wegners Vorstoß: „Wie steht es denn bei der CDU mit der Frauenquote?“ Diese betrage bei den Christdemokraten im Berliner Abgeordnetenhaus 13 Prozent, bei den Asylantragstellern vom Januar hingegen 35,6 Prozent.

Vorbild für Wegners Vorschlag könnte Kanada sein: Kinder und Frauen zuerst!
In Kanada haben vor allem Familien oder alleinerziehende Frauen die größten Chancen auf Asyl, einzelne Männer ziemlich schlechte. Sie werden jedoch nicht grundsätzlich abgelehnt. Grundlage dafür ist, dass die Flüchtlinge danach eingestuft werden, wem es am schlechtesten geht und wer am verletzlichsten ist.
An sich fragen viele nicht ohne Grund: Warum flüchten so viele junge Männer und im Vergleich so wenige Frauen und Kinder?
Quellen: Welt.de, N24 u.a.
Link: https://www.welt.de/politik/deutschland/article162329371/Wir-brauchen-eine-Geschlechterquote-bei-der-Einreise.html